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Heiliger Triologieabschluss! Batman!

Alle Fans des gepflegten Prügel-Rätselspiels haben der Veröffentlichung von Arkham Knight entgegengefiebert. Denn nach dem mehr als überragenden Arkham City, dass meiner Meinung nach eines der besten Videospielenden überhaupt hat, und dem vollkommen unterbewerteten Arkham Origins wird es nun Zeit Rocksteadys Arkham-Triologie zu beenden. Ob mit einem Feuerwerk oder Knallfrosch erfahrt ihr hier!

Dunkel wars, der Mond schien helle…

Der Experte für Angst und Superschurke Dr. Jonathan Crane AKA Scarecrow droht damit ein Nervengas in Gotham City freizusetzen, welches die Betroffenen ihre größten Ängste sehen lässt. Nach kompletter Evakuierung befindet sich neben der Polizei nur noch der Abschaum von Gotham in der Stadt. Da Scarecrow ja doch nur eine einzige Person ist, heuert er sich mal eben eine Söldnerarmee , angeführt vom Titel gebenden, mysteriösen Arkham Knight, an. Tja, das wird mal wieder eine lange Nacht für den dunklen Ritter.
Die Story ist dabei aber leider die größte Enttäuschung von Arkham Knight, denn sie ist einfach nicht wirklich packend. Das liegt vor allem an den beiden Bösewichten. Da Scarecrow einfach nichts anderes kann, versucht er mal wieder Gotham mit seinem Angstgas zu terrorisieren. So redet er die ganze Zeit nur böses, ominöses, langweiliges Zeug, dass bei weitem nicht an das Charisma eines Jokers oder die kühle, kalkulierte Art eines Dr. Strange herankommt. Des weiteren entwickelt sich die Story nicht wirklich weiter, da man quasi die ganzen 12 Stunden der Hauptmission Scarecrows Gasangriff verhindern muss.

Aber nun zum Arkham Knight. Bei diesem hatte ich mir im Vorfeld große Hoffnungen gemacht. Ein neuer, cool aussehender Gegner, der dem Fledermausmann ebenbürtig ist. Was habe ich mir vor Release den Kopf zerbrochen wer da unter der Maske stecken könnte. Azrael? Deathstroke? Rikk Flag? Um dann ernüchtert nach seiner ersten Zeile im ganzen Spiel die Antwort zu bekommen. Für Kenner des Batman-Universums sollte es nicht schwer sein hinter sie Identität des Knights zu kommen. Da is man dann halt quasi das ganze Spiel durch gespoilert, wohigegen der Reveal am Ende für nicht-Batmannerds einfach nicht die selbe Wirkung haben wird. Noch dazu redet er nur in B-Actionfilmsprüchen wie zB:“Beim nächsten Mal wirst du sterben!” und ich will nicht wissen wie oft er mich mit einer Waffe am Kopf gefangen hatte, nur um dann seine unbewaffneten Söldner auf mich zu hetzen.
Grade in einem Superheldenspiel/-Comic/-Film ist ein guter Antagonist sooo wichtig. Da ist es gut, dass immerhin Batmans Verbündete gut inszeniert sind. Generell hat die Story dann ab und an auf einmal einen richtig “krassen” Gänsehautmoment. Und das Ende. “OH. MEIN. GOTT. FUCKINGEPISCH!!!”
Ausgleichen kann das allerdings nicht die schleppenden Strecken die diese Momente miteinander verbinden.

Bei den Nebenquests variiert die Qualität genauso. Grade bei Batman, welcher so ziemlich die besten Antagonisten beider Comic-Hemisphären hat, kann man eigentlich aus dem Vollen schöpfen. Warum dann aber ausgerechnet 4(!) Quests darauf verschwendet werden, die Söldnerarmee zu besiegen, um dann am Ende einen der besten und “badassesten” Gegner des DC-Universums in einem langweiligen Panzerkampf zu erledigen, weiß wohl nur der Riddler. Selbiger hat natürlich wieder seine 30262849370 Riddler-Trophäen in ganz Gotham versteckt. Die restlichen Quests schwanken wie bereits gesagt auch sehr stark vom Qualitätsniveau.

…als ein Wagen blitzeschnelle…

Das Gamplay war und ist nach wie vor natürlich der größte Pluspunkt der Arkham-Spiele. Nach wie vor plättet man elegant locker zwanzig Gegner im Free-Flow-Kampsystem nacheinander. Wer die Vorgänger gespielt hat findet sich hier schnell zurecht und hinterlässt so manchen gebrochenen Kiefer. Damit das ganze nach drei Spielen aber nicht langweilig wird gibt es nun noch mehr Gegnertypen und neue Moves. So existieren nun unter anderem Sanitäter die ausgeknockte Kameraden wieder auf die Beine stellen. Schön ist auch, das die Gadgets jetzt auch gezielt gegen manche Gegnertypen eingesetzt werden müssen. So dienen sie nicht nur zur Variation des Kampfstiles. Neue Gadgets gibt es hingegen kaum. Nützlich (und lustig) ist der Stimmen-Modulator. Hier können wir die Stimmen von diversen Schurken imitieren und somit ist er grade in den Predator-Abschnitten (die sich ganz nebenbei bemerkt wie immer spielen) ideal um Gegner in Hinterhalte zu locken.
Enttäuschend sind hingegen die Bosskämpfe. Die kann man nämlich an einer Hand abzählen und sie sind dabei ziemlich langweilig und un-inspiriert. Weder cool inszeniert (Wie Scarecrow in Asylum oder Firefly in Origins) noch anspruchsvoll (Wie Deathstroke in Origins oder Solomon Grundy aus City) oder einfach anders (Wie Mr.Freeze in City). Das ich mich noch ohne Recherche an all die Bosskämpfe aus den Vorgängern erinnern kann zeigt, dass die Serie durchaus in der Lage ist, epische Konfrontationen mit Batmans Gegenspielern zu schaffen. Von Arkham Knight wird kaum bis gar nichts hängen bleiben. Schade.

Aber nun zur größten Neuerung von Arkham Knight: Dem Batmobil! Kontrovers wird über das Batmobil diskutiert und ich steh da irgendwie zwischen zwei Stühlen. Zum einen ist es eben unfassbar cool mit dem Wagen durch Gotham zu düsen, andererseits wird das Ding einfach viel zu oft für Rätsel und Drohnenkämpfe gebraucht. Grade letztere sind auf die Dauer richtig nervig. Viel zu oft muss man in den Kampf-Modus wechseln um Horden von (glücklicherweise…) unbemannten Drohnen über den Haufen zu schießen. Das fühlt sich einfach gar nicht wie Batman sondern eher wie Saints Row 4 an. In den wenigen Abschnitten wo man das Batmobil nicht im Kampfmodus braucht, ist es dann aber so “abgefuckt badass” (ich entschuldige mich für die Kraftausdrücke), dass man sich fragt, warum es solche Momente nicht öfter gibt. Wer lieber nicht die Straßen unsicher mach will, kann sich auch mit der nach wie vor, besten Fortbewegungsart in Videospielen von A nach B bringen: Dem Batsuit. Der Greifhaken und das Gleiten funktioniert nach kurzer Einübung so gut, dass man das Batmobil lieber im Batcave gelassen hätte.

… langsam um die grade Kurve fuhr?

Technisch gibt’s auf der PS4 nix zu meckern. Alles läuft flüssig (eine kurze Schweige-Silbe an alle Pc-Spieler ) und sieht dabei unfassbar gut aus. Grade Licht und Regen machen einen so gigantisch  guten Eindruck – das wird eigentlich nur noch von den Animationen im Kampf übertroffen. Auch das Design von Gotham ist einfach überragend – in etwa so, wie es in den Tim Burton Batman-Filmen aussieht. Und der Sound! Da tut noch jeder Schlag weh!

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